Die Passio di Venerdi Santo von Giovanni Paisiello

Musik zum Karfreitag aus dem heiligen Konvent von Assisi.

Im Jahr 2001 sprachen die Franziskaner-Pater von Assisi den Musikwissenschaftler Olaf Krone und Werner Ehrhardt auf eine für Assisi geschriebene Johannespassion von Giovanni Paisiello (1740-1816) an, die bis zu dieser Zeit noch in den Archiven des Franziskaner-Klosters lag - die "Passio di Venerdì Santo".

Krone und Ehrhardt nahmen sich der Partitur an und bereiteten das Werk, das seit Ende des 18. Jahrhunderts nicht mehr aufgeführt wurde.

Ganz zugeschnitten auf die Bedingungen des Ordens vertonte Paisiello mit sparsamen musikalischen Mitteln, aber in einem eingängigem italienischen, Pergolesi verwandten Stil die Leidensgeschichte Jesu nach dem Evangelisten Johannes. Eine Rarität sind die Partien des Evangelisten und des Jesus: Beides sind von Männern gesungene Sopranpartien.



In einer kleinen Zeitreise versetzt l'arte del mondo mit Paisiellos Johannespassion den Zuhörer nach Assisi, lässt spüren, wie die Mönche dort im 18. Jahrhundert den Karfreitag begingen, wie sie selber singend in die Passionsgeschichte eintauchten. All das geschieht mit den für die asketischen Franziskaner gebotenen einfachen musikalischen Mitteln, welche in ihrer Schlichtheit die Atmosphäre transportieren und dadurch besonders zu ergreifen vermögen/ergreifend sein können.



Die CD-Einspielung vom Karfreitag 2006 aus der Kölner Trinitatis-Kirche, einem Konzert im Rahmen der Feste Musicali, ist bei Capriccio erschienen. Ausführende sind Monika Mauch, Trine Lund, Jörg Schneider, Vocalconsort Berlin und l'arte del mondo unter der Leitung von Werner Ehrhardt.

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