Sterkel

„Wenn man Sterkel gehört hat, versteht man den frühen Beethoven besser“, sagt Werner Ehrhardt und macht sich mit dem Orchester l’arte del mondo auf den Weg zu den Trouvaillen der Zeit um 1800.

Johann Sterkel ist die Entdeckung wert – das sei „muntere, erfrischende, energiereiche Musik“, so Ehrhardt. Der Würzburger Komponist verbrachte drei Jahre in Italien und kam mit vielen Eindrücken zurück, die er in seinen Funktionen als Hofmusiker der Fürstbischofe in Mainz und Aschaffenburg umsetzen konnte. Dass es dieses Italienische, diesen besonderen Klang auch abseits der großen Musikzentren wie Dresden oder München gab, ist eine weitere Überraschung. Zu Lebzeiten war Sterkel berühmt: Der junge Beethoven machte sich auf den Weg nach Aschaffenburg und traf den Komponistenkollegen, der wie Beethoven selbst auch als Klaviervirtuose einen Namen hatte. Auch Carl Maria von Weber soll Sterkel geschätzt und besucht haben. Das, wie Dirigent Werner Ehrhardt sagt, „musikalische Feuer“ Sterkels glühte jedenfalls auch in Beethoven weiter. Seine 1. Sinfonie, uraufgeführt 1800 in Wien, birgt schon die kaum gebändigte Kraft, mit der Beethoven sich schon bald ganz neue musikalische Möglichkeiten erobern sollte.

Johann Franz Xaver Sterkel: Ouvertüre C-Dur
Johann Franz Xaver Sterkel: Sinfonie D-Dur
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

l'arte del mondo
Werner Ehrhardt, Dirigent

Gefördert durch die Kunststiftung NRW

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